Zur Ausstellung:
Der DDR-Staatssicherheitsdienst wirkte auch auf den Fußballsport ein. Die „Stasi“ betrachtete den Fußball als „Sicherungsbereich“ und durchsetzte den Spielerkreis, die Vereinsleitung und die Fanclubs mit zahlreichen Inoffiziellen Mitarbeitern (IM).
Spieler, Betreuer, Funktionäre und Fans sollten „unter Kontrolle“ gehalten und jede politisch verdächtige Äußerung bzw. Aktivität gemeldet werden.
Im Blickpunkt standen vor allem die „Sportreisekader“. SED und Stasi fürchteten nichts so sehr wie Spieler oder Trainer, die im Westen blieben und dort über Sportgeheimnisse, Trainingsmethoden oder Doping berichteten. „Sportverräter“ sollten schon im Vorfeld erkannt und „aus dem Leistungssport herausgelöst“ werden. Die Bespitzelung erstreckte sich auch auf den Verwandten- und Freundeskreis. Auch die Anhänger des F.C. Hansa Rostock wurden permanent beobachtet. So genannte „feindlich-negative Fangruppen“ sollten „zersetzt“ werden. Dafür wurden auch IM aus dem Verein eingesetzt.
Über diese Überwachung durch die DDR-Geheimpolizei und die Folgen für Betroffene informiert die Ausstellung „Eigentor. Der F.C. Hansa Rostock und die Stasi“.