Ferienhaussiedlung Strandweg
Direkt westlich des Strandwegs, nur wenige Schritte vom Naturstrand entfernt, soll ein „kleinteiliges Ferienhausgebiet“ entstehen. Was in amtlichen Papieren harmlos klingt, bedeutet in Wirklichkeit: dauerhafte Bebauung im sensiblen Küstenraum, mehr innerörtlicher Verkehr, insbesondere auf dem Strandweg, und einen schleichenden Verlust unseres letzten ruhigen Strandabschnitts.
Verzögerte Planungen – nichts Gutes zu erwarten
Inzwischen ist klar: Das Ferienhausprojekt am Strandweg verzögert sich vermutlich deutlich, denn die Umsetzung wurde vorerst ausgesetzt. Aus unserer Sicht ist zu befürchten, dass sich dieses Bauprojekt genauso zäh, intransparent und langwierig entwickelt wie die seit Jahren stockende Sanierung und Instandsetzung der Schlossanlage Pötenitz. Während Investoren immer neue Varianten prüfen und die Politik an den Planungen festhält, bleibt die Ungewissheit für Anwohner und die Belastung für Natur und Ortsbild bestehen.
Gerade diese Verzögerungen zeigen:
- Es gibt offenkundig erhebliche Probleme und Risiken im Projekt, sonst wäre es längst umgesetzt.
- Die langfristigen Folgen für Küste, Verkehr und Dorf werden in Kauf genommen, obwohl niemand sagen kann, wann und in welcher Form das Projekt tatsächlich fertig wird.
- Pötenitz droht auf Jahre hinaus eine Dauerbaustelle zu werden – auf dem Schlossgelände wie am Strandweg.
Der Bereich rund um die Pötenitzer Wiek und die Küstenlinie ist landschaftlich und ökologisch hoch sensibel und Teil eines wertvollen Küsten- und Feuchtgebietssystems. Genau diese Landschaft ist der Grund, warum Menschen überhaupt nach Pötenitz kommen.
Kritik an Politik und Planung
Die amtlichen Unterlagen reden von „kleinteiligem Ferienhausgebiet“ und „Ertüchtigung des Strandwegs“, doch die wiederholten Verzögerungen des Projekts werden kaum offen thematisiert. Schon heute ist absehbar: Wenn sich die Ferienhaussiedlung am Strandweg ähnlich schleppend entwickelt wie die Sanierung der Schlossanlage Pötenitz, drohen Pötenitz jahrelange Zwischenzustände – mit Baustellen, Provisorien und planerischer Unsicherheit.
Es ist zu kritisieren, dass:
- der letzte Abschnitt des Naturstrands durch langjährige Bau- und Erschließungsphasen unter Druck gerät,
- die Fehler der Vergangenheit am Schlossgelände nun am Strand wiederholt werden,
- die berechtigten Sorgen der Bevölkerung über eine endlose Hängepartie zwischen Planungsakten, Investorenwünschen und politischem Taktieren kleingeredet werden.
Statt weiterer Verzögerungsprojekte braucht es:
- den konsequenten Schutz des Naturstrands und der angrenzenden Biotope,
- Planungssicherheit für die Menschen vor Ort statt jahrelanger Ungewissheit,
- eine Entwicklung, die vorhandene Bausubstanz (wie die Schlossanlage) endlich verlässlich und transparent saniert, statt neue Dauerprojekte in die Landschaft zu setzen.
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