Worum geht es?
Wir wollen unseren Ort schöner und lebendiger gestalten – gemeinsam und mit Engagement
In unserem Ort zählt nicht nur, was offiziell entschieden wird – sondern was wir gemeinsam bewegen. Wir möchten unser Zuhause Schritt für Schritt schöner, lebendiger und lebenswerter gestalten. Dafür setzen wir auf die Ideen, das Engagement und die Tatkraft der Menschen, die hier leben.
Unser Ziel ist es, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger wahrgenommen und unterstützt fühlen – jenseits der formellen Wege der Ortsteil- oder Stadtvertretung von Dassow. Wir glauben daran, dass Veränderung vor der eigenen Haustür beginnt: durch kleine Projekte, nachbarschaftliche Hilfen, kreative Ideen, gemeinsame Aktionen und dem Willen, etwas zu bewegen.
Damit alle auf dem Laufenden bleiben, legen wir Wert auf offene Kommunikation und aktuelle Informationen: Neuigkeiten und laufende Projekte werden regelmäßig hier auf der Seite veröffentlicht. So können sich alle informieren, mitreden und mitgestalten. Denn unser Ort lebt durch uns – die Menschen, die ihn gestalten. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass wir uns hier nicht nur zuhause fühlen, sondern auch mit Stolz sagen können: Hier lebt es sich gut.
1. Projekt Bürgerhaus Pötenitz
Mit dem „Bürgerhaus der Zukunft“ soll in Pötenitz eine moderne, barrierearme und nachhaltige Dorfmitte entstehen – als offener Ort für Begegnung, Kultur, Bewegung, Beratung, Vereinsleben und generationenübergreifende Aktivitäten. Vorgesehen sind flexibel nutzbare Räume, ein Küchen- und Loungebereich sowie attraktive Außenflächen für Märkte, Veranstaltungen und gemeinschaftliche Angebote. Das Konzept knüpft an die heutige Nutzung des Hauses an und entwickelt es zu einem lebendigen Treffpunkt weiter, der das soziale Miteinander stärkt, ehrenamtliches Engagement unterstützt und zugleich neue Impulse für Naherholung und sanften Tourismus in der Region setzt.
Das nachstehende Dokument ist die ausführliche textliche Fassung der Bürgerinitiative Pötenitz für ein Nutzungskonzept. Es umfasst nicht nur das Gebäude, sondern enthält auch Ideen für den angrenzenden Außenbereich.
Parallel existiert eine deutlich kürzere Fassung der Arbeitsgruppe Bürgerhaus in Form einer Aufzählung für Nutzungsmöglichkeiten der Räumlichkeiten im Bürgerhaus; die Arbeitsgruppe wurde von der Ortsteilvertretung zur Erarbeitung eines Konzepts eingesetzt. Durch den gefassten Beschluss der Ortsteilvertretung liegt die kurze als „amtliche“ Fassung der Stadtvertretung Dassow zur Veranlassung weiterer Maßnahmen vor. Es kann von Interessierten nicht eingesehen werden, da es trotz Beschlussvorlage nicht Bestandteil des Sitzungsprotokolls der Ortsteilvertretung ist.
2. Durchgangsverkehr durch Pötenitz
Die Straßenanbindung Pötenitz’ wird strukturell durch die Kreisstraße 3 geprägt: Sie ist Erschließungsader für die Ortslage und gleichzeitig Verbindungskorridor für Nachbarorte sowie (über Dassow/Priwall) für regionale Relationen. Gerade weil diese Doppelrolle nicht auflösbar ist, liegt der Schlüssel in Ortsverträglichkeit ohne Funktionsverlust: ein Sicherheits- und Geschwindigkeitsregime, das die reale Nutzung (auch durch angrenzende Orte) abbildet, und eine Gestaltung der Ortsdurchfahrt, die den Ort nicht zur bloßen „Durchfahrtskulisse“ degradiert.
Ein zusätzlicher, für die Ortsverträglichkeit relevanter Aspekt ergibt sich aus wiederholt beobachteten Wahrnehmungen: Ausgerechnet Verkehrsteilnehmer, die aus angrenzenden Orten kommen und die K 3 regelmäßig als Verbindungsachse nutzen, sollen innerorts überdurchschnittlich häufig die höchstzulässige Geschwindigkeit missachten. Diese Beobachtung ist deshalb konfliktträchtig, weil sie den Charakter der K 3 als „Gemeinschaftsressource“ (Erschließung für Pötenitz und Verbindungsfunktion für Nachbarorte) asymmetrisch belastet: Der Nutzen der zügigen Durchfahrt fällt bei Durchgangs- und Quell-/Zielverkehren außerhalb Pötenitz’ an, während die negativen Externalitäten – subjektive Unsicherheit, Lärmspitzen, erschwerte Querbarkeit und erhöhte Unfallrisiken – in der Ortslage verbleiben.
Als begünstigender Faktor wird dabei der augenscheinlich geradlinige Straßenverlauf im Ort genannt. Ein solcher Verlauf wirkt aus verkehrspsychologischer Sicht häufig als „Geschwindigkeitsverstärker“: Die visuelle Lesbarkeit einer Strecke ohne starke Ablenkung (Kurven, Fahrbahnverschwenkungen, wechselnde Querschnitte oder markante Raumkanten) vermittelt Fahrern das Gefühl von Übersicht und Kontrolle. Das kann dazu führen, dass die innerörtliche Situation – trotz Bebauung, Einmündungen, Fuß- und Radverkehrsbeziehungen – unterschätzt und das Tempo an außerörtlichen Gewohnheiten orientiert wird. Die K 3 übernimmt somit nicht nur funktional, sondern auch „im Kopf“ vieler Nutzer die Rolle einer durchgängigen Verbindungsstraße, was gerade in einer Ortsdurchfahrt zu einem systematischen Regelverstoßrisiko führt.
3. Das Problem mit der Entsorgung von Papier, Pappen und Flaschen
In Pötenitz sehen wir seit mehrjährig andauernder Diskussion immer noch überfüllte Papier- und Glascontainer – und daneben gestapelte Kartons, Flaschen oder sogar Müll- und Altkleidersäcke.
Ein Grund für die Überfüllung sind zu lange Entsorgungszyklen: Die Container werden offensichtlich zu selten geleert, sodass sie schnell voll sind. Wird dann zusätzlich Gewerbemüll hineingeworfen – etwa große Mengen Kartonagen – quellen die Container schnell über. Das belastet auch die direkten Anwohnerinnen und Anwohner durch umherfliegendes Papier und ähnliches.
Hinzu kommt, dass bisherige Lösungsvorschläge – etwa die Verlagerung der Sammelstelle an einen besser geeigneten Standort oder die Einführung einer Videoüberwachung zur Kontrolle der regelkonformen Nutzung – vom ehemaligen Bürgermeister aus vermeintlich rechtlichen Gründen abgelehnt wurden. Dabei zeigt ein Blick in die Nachbarorte: Dort sind an den Entsorgungsstationen bereits Kameras installiert, die bei der Einhaltung der Entsorgungsregeln helfen und Missbrauch deutlich reduzieren.
Pötenitz ist ein Ort, auf den wir stolz sind – und den wir gemeinsam sauber halten möchten. Jeder kann dazu beitragen: durch die richtige Nutzung der Container, durch Rücksicht auf andere und durch Meldung überfüllter Sammelstellen. Ebenso sollten das Amt Schönberg-Land und Entsorgungsbetrieb gemeinsam prüfen, wie sich die Leerungsintervalle schaffen lassen
Ein gepflegter Ort ist ein Zeichen für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Besonders traurig ist, dass sich die Müllentsorgung in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Wiesenfläche befindet, die für viele als Herzstück des Dorfes gilt – dort, wo gespendete Bäume wachsen und einst ein Sportfeld lag. Ein Platz, der eigentlich Treffpunkt und Erholungsort sein sollte. Doch wer möchte sich dort gerne aufhalten, wenn daneben Müllberge wachsen?


4. Das ersichtliche Selbstverständnis von Stadtvertretung und Ortsteilvertretung
Seit „Inthronisierung“ der von der Stadtvertretung Dassow bestimmten personellen Besetzung der Ortsteilvertretung (OTV) für Benckendorf | Feldhusen | Johannstorf | Pötenitz | Rosenhagen | Volkstorf im Oktober 2024 wurde sehr schnell ersichtlich – und setzt sich bis dato fort, dass Engagement und Bürgerbeteiligung nicht als ernsthafter Entscheidungsprozess organisiert, sondern lediglich als formale Begleitkulisse behandelt wird.
Zunächst ist festzuhalten, dass seit dem Rücktritt eines Mitglieds vor 14 Monaten keine siebte Person in der OTV nachnominiert wurde, obwohl die Hauptsatzung der Stadt Dassow eine Besetzung mit sieben Personen vorschreibt. Dies lässt den finalen Schluss zu, dass auch die Verantwortlichen der Stadt Dassow das Gremium einer OTV als unbedeutend erachten.
Zu kritisieren sind die grundlegenden Standards der Amtsführung der OTV:
- OTV-Sitzungen werden nicht fristgemäß angemeldet,
- Tagesordnungen und Beschlussvorlagen werden nicht bekanntgemacht,
- Protokolle fehlen, kommen verspätet oder sind inhaltlich unvollständig.
Damit bricht die OTV die elementare Voraussetzung demokratischer Nachvollziehbarkeit. Ohne korrekte Ankündigung und vollständige Protokolle entsteht Informationsasymmetrie: Wer nicht im Raum sitzt oder nicht zum „inneren Kreis“ gehört, bleibt außen vor. Diese Praxis wirkt nicht nur nachlässig, sondern macht Kontrolle und Beteiligung faktisch unmöglich.
Besonders fällt zudem die Debattenkultur der OTV ins Gewicht. Es kommt zu „übler Nachrede“, u.a. mit der Bezeichnung „Querulantin“. In diesem Klima wird sogar die der Bürgermeisterin vorgeschlagene personelle Besetzung des freien siebten OTV-Sitz „inoffiziell abgelehnt“. Dazu kommen konkrete Fälle fehlender Rückmeldung: Der stellvertretende Bürgermeister antwortet nicht auf E-Mails trotz erbetener Rückmeldung, der Vorsitzende des Bauausschusses der Stadt Dassow reagiert nicht auf erbetene Gesprächstermine.
Damit zeichnet sich deutlich ein Muster: Kritik und Engagement stoßen auf Abwertung, Schweigen oder Blockade – und genau dieses Muster treibt engagierte Bürgerinnen und Bürger aus der Mitwirkung heraus. Eine OTV, die den Ortsteil stärkt, arbeitet anders: Sie erklärt Entscheidungen, eröffnet Beteiligung, beantwortet Anfragen verlässlich und zeitnah und schützt eine respektvolle Diskussionskultur
Bereits die Drucksache 8/3388 vom 10.01.2024, 8. Wahlperiode, zum Gesetzentwurf der Landesregierung M-V zur Modernisierung des Kommunalverfassungsrechts zielt auf eine spürbar intensivere Bürgerbeteiligung, indem es sowohl die direkte Demokratie als auch Transparenz und Mitwirkungsrechte ausbaut. Dadurch wird insbesondere die Ortsteil-Ebene gestärkt: Ortsteilvertretungen können Einwohnerversammlungen einberufen, und die Hauptsatzung kann eine unmittelbare Wahl der Ortsteilvertretung durch die Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils ermöglichen.
Beteiligungsstrukturen wurden institutionell verstärkt, etwa durch Beiräte, deren Vorsitz – je nach Hauptsatzung – in kommunalen Gremien Rede- und Antragsrechte erhalten kann. Für eine niedrigschwellige Teilhabe wird die Möglichkeit geschaffen, öffentliche Sitzungen per Livestream zu übertragen, aufzuzeichnen und on-demand bereitzustellen, flankiert von Schutzmechanismen wie Widerspruchs- und Einwilligungserfordernissen. Personenvereinigungen mit Sitz in der Gemeinde (z. B. Vereine, Bürgerinitiativen) werden erweitert und die Rolle sachkundiger Einwohnerinnen und Einwohner in der kommunalen Willensbildung durch Rede- und Antragsrechte gestärkt.